Meilensteine in der Vereinsgeschichte

2020

33 Firmenmitglieder und 212 Einzelmitglieder: An der 19. Generalversammlung im Chärnehus in Einsiedeln präsentiert der Vorstand nicht ohne Stolz das eindrückliche Wachstum des frauennetz kanton schwyz im vergangenen Vereinsjahr. Der Vorstand bleibt in seiner Zusammensetzung unverändert. Präsidentin Mona Birchler kündigt an, in einem Jahr zurücktreten zu wollen. Die Suche nach einer Nachfolgerin läuft. Ausserdem weist Birchler auf die erschwerte Zusammenarbeit mit der kantonalen Gleichstellungskommission hin. Ein Gespräch zwischen den beiden Gremien soll Klärung und neue Perspektiven bringen.
Das neue Vereinsjahr startet mit den gewohnten Anlässen und einem grossartigen «Tag der Frau» zu Ehren von Emilie Lieberherr schwungvoll. Es wird von der Corona-Pandemie und dem damit einhergehenden Lockdwon jäh gestoppt. In den Folgemonaten entfallen FrauenBier und FrauenLunch. Auch der geplante Kinoevent mit der Aufführung des Films «Von der Rolle» inklusive Talk mit Regisseurin Verena Endtner muss ersatzlos gestrichen werden. Er wird im September nachgeholt. Der Vorstand tagt virtuell und hält seine Tätigkeit dadurch am Laufen.
Die Online-Kampagne «Helvetia ruft» zu den Kantons- und Regierungsratswahlen im März wird von kandidierenden Frauen rege genutzt. Das Resultat der Wahlen fällt aus Frauensicht allerdings ernüchternd aus: Mit zehn Frauen sind in der neuen Legislatur weniger Frauen im Parlament vertreten als bis anhin. In der Schwyzer Regierung sitzt nach wie vor lediglich eine Frau. Praktisch null Resonanz löst zwei Monate später die gleichnamige Online-Kampagne zu den Gemeinde- und Bezirksratswahlen aus. Die Kandidatinnen sehen keine Notwendigkeit, sich daran zu beteiligen. Offensichtlich sind sie dem Wahlkampf kaum oder gar nicht ausgesetzt.
Ab Juni finden FrauenLunch und FrauenBier zwar wieder statt, doch schon Mitte Oktober beschliesst der Vorstand aufgrund der Entwicklung der Coronafallzahlen, die Anlässe bis auf Weiteres wieder einzustellen.
 

2019

An der Generalversammlung im Theresianum Ingenbohl kommt es zur grossen Rochade: Verena Hollenstein, Rebekka Gaegauf, Romy Lalli-Beeler und Andrea Burkhard Bender treten aus dem Vorstand zurück. Antonia Steiner (Schindellegi), Carla Wernli-Carmeri (Altendorf), Pranvera Pernoka (Lachen), Helena Glamheden (Pfäffikon), Tina Sarli (Brunnen), Monika Kessler (Galgenen) und Diana de Feminis (Sisikon) werden neu in den Vorstand gewählt. Dieser ist damit endlich wieder breit aufgestellt und kann voller Elan die anstehenden Aufgaben in Angriff nehmen.
Der Verein knackt punkto Einzelmitglieder dieses Jahr die 200er-Grenze. Gleichzeitig melden sich immer mehr Frauen als Firmenmitglied an und nutzen den Verein als Plattform, um auf ihre Dienstleistungen aufmerksam zu machen und sich gegenseitig weiterzubringen. Das FrauenBier mausert sich schon nach kurzer Zeit zu einem beliebten Treffpunkt für Gedanken- und Erfahrungsaustausch und wird von Mitgliedern und Gästen sehr geschätzt. Der FrauenLunch wird im Verlauf des Jahres auf die drei Standorte Pfäffikon, Schwyz und Küssnacht ausgeweitet. Im Juni nehmen zahlreiche Mitglieder und ein Grossteil des Vorstands an den Aktivitäten des Schwyzer Frauen*streiks teil. Das Referat im September von Finanzfachfrau Christine Hofstetter in der Alten Mühle in Einsiedeln ist mit 50 Anwesenden gut besucht. Das Thema «Finanzielle Unabhängigkeit» dominiert auch beim anschliessenden Netzwerk-Apéro die Gespräche an den Tischen.
Im Spätsommer trifft sich der Vorstand zu zwei intensiven Workshops, an denen er die künftige Strategie und seine Mission definiert sowie sich auf drei Werte festlegt, die das frauennetz kanton schwyz und dessen Mitglieder charakterisieren: Qualität, Engagement und Solidarität.
 

2018

Der Verein ist lebendiger denn je: Der Vorstand bietet den Mitgliedern ein vielfältiges Programm, von einem Besuch im Kantonsrat über ein Podium zum Thema «Ist Frau nicht gut genug?» oder die Teilnahme an kulturellen Veranstaltungen bis hin zu Vorträgen und Workshops. Der FrauenLunch etabliert sich. Der Verein engagiert sich karitativ: Er überreicht den Verantwortlichen des Durchgangszentrums Biberhof in Biberbrugg eine grosszügige Spende. An der Generalversammlung treten Monika Gyr und Susann Bosshard aus dem Vorstand zurück. Romy Lalli-Beeler, Brunnen, und Andrea Burkhard Bender, Küssnacht a. R., nehmen deren Plätze ein. Die Versammlung beschliesst, künftig auf die Jahreskunstkarte zu verzichten. Die Diskussion um eine Namensänderung in frauennetz schwyz endet in einer Pattsituation. Präsidentin Mona Birchler beschliesst, den Entscheid zu vertagen. Später entscheidet der Vorstand, den Namen unverändert zu lassen: frauennetz kanton schwyz. Ende Jahr geht die neue Homepage online.
 

2017

Vernetzung, Weiterbildung, den Verein sichtbar machen, frauenspezifische Themen ins Gespräch bringen und neue Mitglieder gewinnen: Das sind die Ziele des Vereinsjahrs. Unter dieser Prämisse werden diverse Anlässe organisiert. Das frauennetz kanton schwyz wird Mitglied der Dachorganisation Frauenzentralen der Schweiz sowie von alliance f, dem Bund Schweizerischer Frauenorganisationen. Der Vorstand bemüht sich vergeblich darum, die Auflösung des Vereins Frauenberatung Schwyz abzuwenden. Die Mitglieder erhalten neu einen monatlichen Newsletter. Die Kunstkarte 2017 wird von Diana Seeholzer, Küssnacht a.R., gestaltet. Die Generalversammlung genehmigt eine umfassende Statutenrevision. Dank der neuen Möglichkeit einer Firmenmitgliedschaft ist er auch finanziell breiter abgestützt. Der Vorstand wird mit Claudia Hiestand, Richterswil, verstärkt. Ende Januar 2018 zählt der Verein 125 Mitglieder.
 

2016

Der FrauenLunch wird lanciert. Die ersten beiden Anlässe finden im November in Pfäffikon und Goldau statt. Die Treffen im inneren und äusseren Kantonsteil dienen Mitgliedern und interessierten Frauen dazu, Erfahrungen auszutauschen und sich beim Umsetzen von Projekten gegenseitig zu motivieren und zu unterstützen. Im September ist das frauennetz kanton schwyz an der Tischmesse im «Seedamm Plaza», Pfäffikon, präsent und nimmt auf Einladung der Territorialregion 3 am Lunch-Event im Kloster Einsiedeln mit Armeechef, Korpskommandant André Blattmann, teil. Ziel der Veranstaltung sind die Information über die Strategie der Armee und der Austausch mit kantonalen Wirtschaftsführern, Vereinspräsidentinnen und Mitgliedern der Politik. Erstmals beauftragt der Vorstand eine Schwyzer Künstlerin damit, eine Kunstkarte zu schaffen. Den Auftakt macht Schwester Gielia Degonda aus dem Kloster Ingenbohl, Kultur-Anerkennungspreisträgerin Kanton Schwyz 2016, mit einem Werk aus dem 57-teiligen Zyklus EVAAVE. Das Ziel, die Mitgliederzahl um 20 Prozent zu erhöhen, wird übertroffen. Neu vertritt Doris Beeler die Gleichstellungskommission im Vorstand. Roland Tschäppeler und Arlette Erismann treten an der Generalversammlung in Goldau zurück. Anfang Januar 2017 zählt der Verein 93 Mitglieder.    
 

2015

Anfang Jahr findet das Impulsseminar «Reden und Auftreten» mit Mona Birchler in Goldau statt, am Frauenforum referiert Sara Hildebrand zum Thema «Als Frau in der Öffentlichkeit». An der Generalversammlung in Einsiedlen im Juni wird der Vorstand fast gänzlich erneuert: Lilo Beutter, Schindellegi, und Susanne Schuster, Wilen, treten zurück. Roland Tschäppeler, Freienbach, übergibt das Präsidium an Mona Birchler, Wollerau, stellt sich aber für ein weiteres Jahr im Vorstand zur Verfügung. Ebenfalls neu in den Vorstand gewählt werden Susann Bosshard-Kälin, Einsiedeln, Rebekka Gaegauf, Pfäffikon, Verena Hollenstein, Wollerau, und Monika Gyr, Einsiedeln. Der Vorstand besteht neu nicht mehr aus Vertreterinnen der politischen Parteien.
Nach den personellen Rochaden in der Vereinsführung geht es in diesem Vereinsjahr hauptsächlich um die Neuausrichtung des Vereins. Dazu lädt der Vorstand zu einem Runden Tisch ein. Im Vorfeld zu den Nationalrats- und Ständeratswahlen erscheint eine Broschüre mit dem Titel «Mehr Schwyzerinnen für Bern» mit allen Schwyzer Kandidatinnen. Sie wird im ganzen Kanton verteilt. Zudem führt das frauennetz kanton schwyz im September eine Wahlveranstaltung durch. Jürg Auf der Maur, Chefredaktor des «Bote der Urschweiz», befragt die National- und Ständeratskandidatinnen Nathalie Henseler (parteilos), Sandra Achermann (Juso), Bernadette Deuber-Steiner (CVP), Petra Gössi (FDP), Margret KesslerSchuler (CVP), Birgitta Michel Thenen (Grüne), Karin Schwiter (SP) und Kathrin Ziltener (Juso). Zu Beginn referiert Politexperte Marc Balsiger zum Thema «Wahlkampf statt Blindflug». Mitte Januar 2016 zählt der Verein 60 Mitglieder.
 

2014

Die Fachfrauen-Datenbank wird laufend ausgebaut, andere Kantone bekunden Interesse daran, sich anzuschliessen. Verschiedene Anlässe bieten Gelegenheit, sich zu vernetzen: Im April spricht die Lachner Spitaldirektorin Evelyne Reich in Schwyz über die Schwyzer Spitalversorgung, im September wird ein Lachseminar mit Christian Hablützel durchgeführt, und im November findet anlässlich des zweiten Frauenfourms ein Referat von Birgitta Michel Thenen zum Thema «Kantonsverfassung und Wahlrecht» statt. Die Generalversammlung in Goldau genehmigt eine Statutenänderung. Neu können auch Personen aus benachbarten Kantonen Mitglied des frauennetz kanton schwyz werden.
 

2013

Die Gruppe «60plus» bietet erste Veranstaltungen an. Der Vorstand beabsichtigt, ein Mentoringprogramm für 18- bis 30-jährige Frauen sowie einen Club Twenties aufzubauen mit dem Ziel, junge Frauen für politische Tätigkeiten zu gewinnen und sie zu vernetzen. Das Fachfrauenverzeichnis enthält 82 Einträge. An zwei Frauenforen können sich Frauen untereinander austauschen und vernetzen. Am zweiten Frauenforum im Oktober diskutierten ausserdem alt Kantonsrätin Elisabeth Meyerhans (CVP), Kantonsratspräsidentin Doris Kälin (FDP), und FDP-Regierungsrätin Petra Steimen unter der Leitung von Josias Clavadetscher, Chefredaktor des «Bote der Urschweiz». Co-Präsidentin Emilie Schuler und die Vorstandsmitglieder Raphaela Tschümperlin, Bernadette Wasescha, Sonja Freitag und Martha Leuthard treten an der Generalversammlung zurück. Cornelia Odermatt, Pfäffikon, und Susanne Schuster, Wilen, werden neu gewählt. Roland Tschläppeler wird zum Präsidenten gewählt.
 

2012

Anlässlich von zwei Wahlveranstaltungen zu den Kantons- und Regierungsratswahlen stellen sich die Kandidatinnen der breiten Öffentlichkeit vor. Mit Petra Steimen, Wollerau, wird erstmals nach 1996 wieder eine Frau in den Regierungsrat des Kantons Schwyz gewählt. Die Fachfrauendatenbank wird öffentlich zugänglich gemacht und erhält regen Zulauf. Es ist vorgesehen, eine Untergruppe «60plus» zu gründen mit dem Ziel, Frauen ab 60 Jahren für Freiwilligenarbeit zu gewinnen. Emilie Schuler, Martha Leuthard und Arlette Erismann werden an der Generalversammlung neu in den Vorstand gewählt. Emilie Schuler führt den Verein zusammen mit Roland Tschäppeler im Co-Präsidium. Judith Uebersax und Pia Isler treten zurück.    
 

2011

Im Januar informiert der Vorstand die Mitglieder über das Co-Präsidium von Judith Uebersax und Roland Tschäppeler. Die Personalie Judith Uebersax ist umstritten: Zahlreiche Vereinsmitglieder kündigen ihre Mitgliedschaft. Der Vorstand führt unter den Mitgliedern eine Umfrage zur künftigen Ausrichtung des Vereins durch. Das frauennetz kanton schwyz unterstützt die 23 Kandidatinnen im National- und Ständeratswahlkampf aktiv mit Flyern, Inseratekampagnen und einer Veranstaltung. Im September findet ausserdem im Hotel «Wysses Rössli» in Schwyz eine Wahlveranstaltung statt. Referent Mark Balsiger, Buchautor und Politikberater, erzählt aus seinem reichen Fundus. Die Moderatorinnen Sue Weber und Monique Ryer stellen anschliessend den anwesenden National- und Ständeratskandidatinnen Fragen zu ihrer politischen Motivation und zu konkreten politischen Inhalten. Bei den Wahlen schafft Petra Gössi den Sprung in den Nationalrat. Im Sommer geht das frauennetz kanton schwyz eine Event-Partnerschaft mit der SKO Regio Zürichsee-Linth&Glarus ein. Im Rahmen des Frauenforums, das unter dem Motto «Mut zum Erfolg» steht, berichten Irene Meier, Präsidentin der Frauenzentrale Zürich, und Monika Seeger, Imagenow, von ihren Erfahrungen. Auf reges Interesse stösst der Kurs «Wirkungsvolles Auftreten in Politik und Wirtschaft» von Peter Beutler.
 

2010

Das frauennetz kanton schwyz unterstützt die Kandidaturen von Judith Uebersax (SVP) und Bernadette Kündig (CVP) für die Regierungsratsersatzwahlen – erfolglos. Das Wahlergebnis ist ernüchternd: Der Kanton Schwyz ist der einzige Schweizer Kanton ohne weibliche Vertretung in der kantonalen Exekutive. Die vom Verein angebotenen Weiterbildungen für politisch interessierte Frauen werden aufgrund mangelndem Interesse nicht durchgeführt. Präsidentin Birgitta Michel Thenen sowie die Vorstandsmitglieder Antonia Betschart und Liliane Schmid demissionieren. Neu gewählt werden Pia Isler, Schindellegi (CVP), und Verena Inderbitzin-Stofer, Brunnen (Gleichstellungskommission). Der Rücktritt der Präsidentin führt zu einer langen Vakanz in der Vereinsführung. Der Fortbestand des Vereins ist gefährdet. Anlässlich einer Mitgliederversammlung im Oktober in Schindellegi wird beschlossen, dass das frauennetz kanton schwyz künftig im Co-Präsidium von Judith Uebersax, Sattel (SVP), und Roland Tschäppeler, Präsident der kantonalen Gleichstellungskommission, Wilen, geführt wird. Verena Inderbitzin-Stofer steht ab sofort als Vertreterin der Gleichstellungskommission nicht mehr zur Verfügung. Aufgrund der personellen Rochaden im Vorstand und der Vakanz im Präsidium finden im Jahr 2010 keine Anlässe statt. Für das kommende Jahr nimmt sich der Vorstand vor, die Zusammenarbeit mit der Gleichstellungskommission zu klären, die Zuständigkeit für das Aufgabenfeld der politischen Gleichstellung abzustecken und die Finanzierung der Aktivitäten des Vereins zu sichern. 
 

2009

Das Jahr verläuft ruhig. Der Vorstand arbeitet die Ergebnisse der Wahlen auf und legt eine neue Strategie im Hinblick auf die kommenden Wahlen fest. Unter dem Motto «Masse und Klasse» findet im Oktober im Pfarreizentrum in Pfäffikon eine Veranstaltung statt, an der mit politisch interessierten Frauen über die zukünftige Strategie des Vereins frauennetz kanton schwyz diskutiert wird. Im anschliessenden Referat von Matthias Mölleney, Personalberater und ehemaliger Personalchef der Swissair, geht es um Zukunftstrends und um den Beitrag der Frauen bei der Lösung wichtiger Zukunftsfragen. Im Juni findet im Mythenforum in Schwyz ein Frauenforum mit einer Vorführung des Films «5 Frauen – 5 Jahreszeiten» der einheimischen Filmemacherin Salome Pitschen statt. Es ist vorgesehen, Weiterbildungen für Frauen zu den Themen Sitzungsleitung, Rhetorik oder Protokollführung anzubieten. Antonia Betschart, Brunnen (Gleichstellungskommission), und Bernadette Wasescha, Merlischachen (SVP), werden an der Generalversammlung neu in den Vorstand gewählt. In den archivierten Vereinsunterlagen finden sich keine Hinweise darauf, wann und wo die 8. Generalversammlung stattfand.
 

2008

Das Vereinsjahr steht ganz im Zeichen der Wahlen im Kanton Schwyz. Nachdem die Nationalratswahlen aus Frauensicht enttäuschende Ergebnisse hervorgebracht haben, konzentriert sich das frauennetz kanton schwyz auf die Kantonsratswahlen und ruft an zwei Veranstaltungen zur Damenwahl auf. Unter dem Motto «Kantonsratswahl = Damenwahl?» diskutieren Anfang März im Schlossturm in Pfäffikon SVP-Parteipräsidentin Judith Uebersax, FDP-Nationalratskandidat Kaspar Michel und Historikerin Heidi Witzig unter der Leitung von Karin Müller, Schweizer Radio DRS, über die Bedeutung der politischen Gleichstellung gestern und heute. Am Internationalen Tag der Frau sprechen SP-Kantonsrätin Karin Schwiter, CVP-Nationalrat Reto Wehrli und Historikerin Angela Dettling im Restaurant «Wysses Rössli» unter der Leitung von Journalistin Esther Girsberger in Schwyz über Sinn und Unsinn von Frauenförderung. Das Wahlergebnis ist erfreulich, aber vom angepeilten Frauenanteil von 30 Prozent im Kantonsrat ist man noch immer weit entfernt. Im Oktober findet im Kloster Ingenbohl in Brunnen das traditionelle Frauenforum statt, an dem die Leistungen von Frauen im Kanton Schwyz bekannt gemacht werden. An der Generalversammlung tritt Judith Uebersax aus dem Vorstand zurück.
 

2007

Im Frühling trifft sich der Vorstand mit den Parteipräsidenten und Wahlkampfleitern der bevorstehenden Nationalratswahlen und stellt ihnen das «Strategiepapier zur Förderung der Frauenvertretung in den politischen Gremien» vor. Diese sind sich einig, dass es vermehrt Anstrengungen braucht, um mehr Frauen für politische Ämter zu gewinnen und sie erfolgreich zu portieren. Sie sind jedoch der Ansicht, dass dies Aufgabe einer neutralen Organisation wie dem Verein frauennetz kanton schwyz ist. Der vom Verein organisierte Wahlanlass zu den nationalen Wahlen 2008 mit den Nationalratskandidatinnen wird von keinem einzigen Parteipräsidenten besucht. Die Kampagne «Damit wir eine Chance haben» mit Enthüllung des Wahlplakats, einer gemeinsamen Aktion von frauennetz kanton schwyz, Gleichstellungskommission und kantonalem Frauenbund, sorgt national für Aufsehen. Im Kanton Schwyz wird die Aktion medial kaum beachtet. Ein Gedanken- und Erfahrungsaustausch mit allen Frauen, die sich im Fachfrauennetzwerk eingetragen haben, stösst auf reges Interesse. Gründungsmitglied Martina Joller-Kirstein tritt an der Generalversammlung als erste Präsidentin zurück und übergibt ihr Amt an die bisherige Vizepräsidentin Birgitta Michel Thenen, Rickenbach. Lisa Oetiker, Brunnen, wird von Sonja Freitag, Brunnen, im Vorstand abgelöst.
 

2006

Am Frauenforum im Mai in Einsiedeln referiert Historikerin Angela Dettling zum Thema «Frauengeschichte – Frauengeschichten». Im November lädt der Verein zum zweiten Frauenforum in die Kantonsbibliothek. Autorin und Verlegerin Yvonne-Denise Köchli spricht über ihr neuestes Buch «Frauen, wollt ihr noch 962 Jahre warten?». Das Fachfrauennetzwerk verfügt über 48 Einträge. Die Fachfrauen sind in den Bereichen Verwaltung, Journalismus, Personalwesen, Politik, Informatik, Erwachsenenbildung oder Sozialarbeit tätig. Ende Oktober findet die Generalversammlung statt. Aus Anlass des Fünf-Jahres-Jubiläums des Vereins wird sie im Rathaus Schwyz durchgeführt. Gastreferentin ist Nationalrätin Ursula Haller, die über das Thema «Frauen im Spannungsfeld zwischen Frauen- und Parteipolitik» referiert. Der Vorstand stellt das «Strategiepapier zur Förderung der Frauenvertretung in den politischen Gremien» vor. Es wird von den Mitgliedern gutgeheissen. Der Verein zählt 108 Mitglieder. 
 

2005

Das frauennetz kanton schwyz macht sich zusammen mit der Erwachsenenbildung FFS für die Weiterbildung von Frauen stark, die sich für ein öffentliches Amt zur Verfügung stellen wollen. Das Frauenforum etabliert sich. Es findet zweimal jährlich statt: In der Juni-Ausgabe stellt Nationalrätin Gaby Vermot in einem engagierten Referat das Projekt «1000 Frauen für den Friedensnobelpreis 2005» vor, und im Oktober organisiert das frauennetz einen ausführlichen Talk zwischen zwei Kaderfrauen des Kantons Schwyz, Carla Contratto, Vizestaatsanwältin, und Evelyne Reich, Leiterin des Amtes für Gesundheit und Soziales. Im Herbst reist eine Gruppe von rund 20 Frauen ausserdem ins Bundeshaus. Nach einer Führung und einem Gespräch mit Vereinsmitglied und Nationalrätin Josy Gyr, Einsiedeln (SP), beobachten die Teilnehmerinnen die Session von der Tribüne aus und fahren am Nachmittag nach Worblaufen in die Gosteli-Stiftung, das Archiv der Schweizerischen Frauenbewegung. In Zusammenarbeit mit der Erwachsenenbildung FFS werden Kurse angeboten, die Frauen befähigen sollen, sich für ein öffentliches Amt zur Verfügung zu stellen.
An der Generalversammlung wird das Fachfrauennetzwerk vorgestellt und offiziell eingeführt. Die Datenbank ermöglicht es Vereinsmitgliedern und interessierten Frauen, sich als Fachfrauen registrieren zu lassen sowie nach  Expertinnen, Mentorinnen oder künftigen Mandatsträgerinnen zu suchen. Aus Datenschutzgründen ist der Zugang nur über einen Zutrittscode möglich. Das Projekt ist schweizweit einzigartig und stösst in den nationalen Medien auf Echo. Judith Uebersax (SVP) und Lilo Beutter (kantonaler Frauenbund) stossen zum Vorstand dazu. Sie lösen Deborah Schaub sowie die beiden Gründungsmitglieder Esmeralda Reichmuth und Gabi Räth ab.
 

2004

Das frauennetz kanton schwyz macht mit Werbung in der Busbetrieb Auto AG Schwyz (AAGS) zu den bevorstehenden Wahlen auf sich aufmerksam, führt Weiterbildungskurse für politisch interessierte Frauen durch, lanciert den Aufbau eines Fachfrauennetzwerks und führt ein überparteiliches Podium zum Mutterschaftsurlaub sowie ein Netzwerktreffen mit den amtierenden Kantonsrätinnen durch. Am 22. Oktober organisiert das frauennetz kanton schwyz erstmals ein Frauenforum, an dem politisch interessierte Frauen in Brunnen diskutieren. Der Anlass stösst auf grossen Anklang. An der Generalversammlung treten die beiden Gründungsmitglieder Helen Reichmuth und Bernadette Grab zurück. Neu gewählt werden Birgitta Michel Thenen, Liliane Schmid, Deborah Schaub und Lisa Oetiker.
 

2003

Erstmals führt der Verein nebst der Generalversammlung zwei Veranstaltungen durch. Im April findet in Zusammenarbeit mit der Gleichstellungskommission eine Tagung für Politikerinnen zum Thema «Traumrolle Politikerin?» statt. Zu Gast ist Wirtschaftsberaterin und -ethikerin Monique R. Siegel, deren thematischer Fokus auf Chancengleichheit von Frauen in der Erwerbstätigkeit liegt. In der zweiten Septemberhälfte organisiert das frauennetz kanton schwyz ein Podium mit den drei Nationalratskandidatinnen Arlette Flück (CVP), Josy Gyr (SP) und Maya Lalive d'Epinay (FDP).
 

2002

Der Vorstand ist mit Aufbauarbeit beschäftigt. Er lanciert eine Webseite und veröffentlicht einen Faltprospekt. Mit Ausnahme der ersten ordentlichen Generalversammlung vom 7. September in Schwyz anlässlich der 6. Frauensession mit rund 70 Teilnehmerinnen werden keine Anlässe durchgeführt. Die Versammlung beschliesst, dass der Vorstand aufgestockt wird, weil es zusätzliche personelle Ressourcen braucht, um die angedachten Projekte verwirklichen zu können. Jede politische Partei soll neu mit zwei Frauen im Vorstand vertreten sein. Im Anschluss an die GV referiert die Historikerin Heidi Witzig zum Thema «Vernetzung zur Zeit unserer Grossmütter», danach findet eine Podiumsdiskussion mit vier prominenten Frauen statt. Die Mitgliederzahl hat sich seit der Gründung mit mehr als verdoppelt, von 46 auf 96. Der Vorstand strebt ausserdem an, in Ausserschwyz präsenter zu werden und auch Frauen aus dem äusseren Kantonsteil für die Mitarbeit im Vorstand zu gewinnen.
 

2001

Am 26. April und am 7. Juni treffen sich die Mitglieder der Arbeitsgruppe «Frauen und Politik» der kantonalen Gleichstellungskommission mit den Initiantinnen des frauennetz kanton schwyz, um die Vereinsgründung vorzubereiten. Diese findet am 1. September anlässlich der 5. Frauensession im Rathaus in Schwyz im Beisein von rund 50 Frauen statt. Die bisher lose Verbindung wird von der Gleichstellungskommission abgekoppelt und erhält mit den Statuten eine eigene Identität. Die Initiantinnen wollen dem Anliegen der politischen Gleichstellung mithilfe des Vereins noch mehr Gewicht verleihen und mehr Verbindlichkeit schaffen. Getragen wird der Verein von der Gleichstellungskommission, dem kantonalen Frauenbund, FFS Erwachsenenbildung sowie den Frauensektionen der Kantonalparteien CVP, SP und SVP. Einzig die FDP-Frauen partizipieren nicht. Geplant ist, die begonnene Arbeit fortzusetzen und ein wiederkehrenden Angebot für politisch interessierte Frauen und Kandidatinnen zu schaffen. Ausserdem übernimmt das frauennetz kanton schwyz fortan die Organisation und Durchführung der Frauensession. Martina Joller, Brunnen (Gleichstellungskommission) wird zur ersten Präsidentin gewählt, obwohl ursprünglich eine der drei Parteienvertreterinnen für das Präsidium vorgesehen war. Weil sich keine von ihnen zur Verfügung stellen wollte, sprang Joller ein, um die Vereinsgründung nicht zu gefährden. Die weiteren Gründungsmitglieder des frauennetz kanton schwyz sind Esmeralda Reichmuth, Ibach (SP), Bernadette Grab, Rothenthurm (SVP), Helen Reichmuth, Steinen (CVP), und Gabi Räth, Brunnen (kantonaler Frauenbund). An der Vereinsgründung verabschieden die anwesenden Frauen im Schwyzer Rathaus ausserdem eine Petition zu Handen der Schwyzer Regierung. Zentrales Anliegen ist eine bessere Vereinbarkeit von Familienarbeit und Beruf. Am 29. Oktober trifft sich der Vorstand zu seiner ersten Sitzung.
 

2000

Die lose Vereinigung frauennetz kanton schwyz führt in den ersten drei Monaten des Jahres eine Inseratekampagne zu den kantonalen und kommunalen Wahlen durch. Prominente Persönlichkeiten aus dem Kanton Schwyz äussern sich dazu, weshalb sie Frauen wählen. Zur weiteren Unterstützung der Kandidatinnen wird eine Wahlbroschüre erarbeitet. Weiter organisiert das frauennetz kanton schwyz diverse überparteiliche Veranstaltungen für Frauen. Start der Veranstaltungsreihe macht ein Referat von Historikerin Heidi Witzig zum Thema «Frauen mischen mit – früher und heute» im Februar im Kantonsratssaal in Schwyz. Ebenfalls im Februar haben Kandidatinnen im inneren und äusseren Kantonsteil an je einer Nachfolgeveranstaltung Gelegenheit, sich den Wählerinnen vorzustellen. Die Wählerinnen erhalten zudem Tipps für das Ausfüllen des Wahlzettels, um Kandidatinnen gezielt zu unterstützen. Im April findet eine Nachlese zu den Kantonsratswahlen aus Frauensicht statt, bei der nach einer Rückschau insbesondere Strategien für die Zukunft entwickelt werden, um die politische Gleichstellung im Kanton Schwyz weiter voranzutreiben. In der zweiten Jahreshälfte bietet das frauennetz kanton schwyz in Zusammenarbeit mit FFS Erwachsenenbildung Kurse zu den Themen «Sicheres Auftrten in der Öffentlichkeit» und «Erfolgreiche Sitzungsleitung» an.
In seinen Anfängen ist das frauennetz kanton schwyz sozusagen der verlängerte Arm der GK. Weil nach Aussen hin aber zu wenig klar ist, welches Gremium welche Kompetenzen hat und wie die Zuständigkeiten geregelt sind, setzt sich Gleichstellungskommissions-Präsidentin Birgitta Michel Thenen für die Gründung eines gleichnamigen, aber eigenständigen Vereins ein.
Martina Joller, Brunnen, stösst im Spätsommer neu zur kantonalen Gleichstellungskommission. Sie wird später die erste Präsidentin des frauennetz kanton schwyz.
 

1999

Irene Thalmann tritt nach nur einem Jahr als Präsidentin der Gleichstellungskommission zurück. Ihre Nachfolgerin wird Birgitta Michel Thenen, Schwyz. Am 5. März trifft sich die Arbeitsgruppe «Frau und Politik» im Mythenforum Schwyz mit Vertreterinnen und Vertretern der Parteien. Die Teilnehmenden gehen der Frage nach, wie Frauen besser in das politische Leben im Kanton Schwyz einbezogen werden können. Die Parteien bekennen sich klar dazu, den Frauenanteil erhöhen zu wollen. Gastreferentin Elisabeth Gander-Hofer, amtierende Regierungsrätin im Kanton Obwalden, spricht über ihren politischen Werdegang und ihre Erfahrungen. Unter anderem erwähnt sie, dass das überparteiliche Frauenforum des Kantons Obwalden in den Wahljahren 1994 und 1998 massgeblich zu einer Erhöhung des Frauenanteils im Kantonsrat beigetragen hat. In der Folge beschliessen die Anwesenden, im Kanton Schwyz ebenfalls ein parteiunabhängiges Frauennetzwerk nach Vorbild des Kantons Obwalden aufzubauen. Im Mai und August treffen sich die Mitglieder der Arbeitsgruppe mit Parteienvertreter*innen sowie Vertreterinnen des kantonalen Frauenbunds und des Vereins FFS Erwachsenenbildung, um die Gründung des Netzwerks vorzubereiten. Am 16. Oktober findet die Startveranstaltung des frauennetz kanton schwyz statt. Unter dem Slogan «Für eine Politik mit Herz und Verstand» verfolgt die lose Gruppierung die folgende Ziele:
  • die Beziehungen zwischen Frauen ermöglichen und pflegen
  • Frauen für die Übernahme von öffentlichen Ämtern ermutigen
  • Frauen bei ihrem Engagement in der Öffentlichkeit unterstützen
  • möglichst viele Frauen überparteilich ansprechen
An der Auftaktveranstaltung wird eine überparteiliche Veranstaltungsreihe für politisch interessierte Frauen lanciert. 
1999 hilft die Gleichstellungskommission bei der Organisation der 3. Schwyzer Frauensession mit, die später während vieler Jahre vom frauennetz kanton schwyz durchgeführt wird.
 

1998

Die Geschichte des frauennetz kanton schwyz ist eng mit jener der kantonalen Gleichstellungskommission verwoben. Diese wird per Januar 1998 offiziell von der Schwyzer Regierung implementiert. Die neun gewählten Mitglieder tagen am 17. März zum ersten Mal und wählen Irene Thalmann, Wilen, zur ersten Präsidentin. An einer Sitzung im Juli wird beschlossen, drei Arbeitsgruppen zu bilden, unter anderem eine mit dem Titel «Politik». Ihr gehören Birgitta Michel Thenen, Vital Zehnder und Margrit Züger an. Ihr Ziel: Die Frauenquote in politischen Gremien deutlich erhöhen. Geschehen soll dies durch eine enge Zusammenarbeit mit den politischen Parteien und politisch aktiven Gruppierungen wie beispielsweise dem kantonalen Frauenbund. Vorgesehen ist eine Umfrage unter den politischen Parteien über die Notwendigkeit der Erhöhung des Frauenanteils in politischen Ämtern im Kanton Schwyz. Ausserdem denkt die Arbeitsgruppe über den Aufbau eines Netzwerks nach.
 
frauennetz kanton schwyz
Katzenstrickstrasse 15
8840 Einsiedeln
Telefon 079 343 80 22
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